Kriterien im Überblick


Nachstehend finden Sie die von dem Magazin BioHandel (Fachzeitschrift für Naturkostgeschäfte) aufgestellten Kriterien an ein natürliches, für den täglichen Gebrauch empfohlenes Quellwasser: 

„Inzwischen gibt es im Naturkosthandel eine Vielzahl von Mineral- und Quellwässern – aber leider gibt es für diese Produkte (noch) keine „naturköstlichen“ Standards wie zum Beispiel Anbau- oder Verarbeitungsrichtlinien anerkannter ökologischer Verbände.

Nachstehende Kriterien können dem Handel und auch den Kunden helfen, die richtige Wahl zu treffen.


(1) Produkte im Naturkosthandel sollen möglichst frei von Schadstoffen sein:

Wichtiger Indikator bei Wässern für die Menge an Schadstoffeinträgen aus konventioneller Landwirtschaft (Dünge- und Pflanzenschutzmittel), Umweltbelastungen oder Arzneimittelrückständen ist der Nitratwert. Ein Blick auf die „freiwillige“ Etikett-Deklaration zum Nitratwert bringt hier Klarheit: Erst Werte unterhalb von drei Milligramm/Liter lassen erkennen, dass dieses Wasser aus geschützten Naturräumen fernab jeglicher Zivilisation entstammt.

(2) Produkte im Naturkosthandel sollen zur gesunden Ernährung beitragen:

Kunden des Naturkosthandel ernähren sich gesund und vollwertig – und beziehen darüber die lebensnotwendigen Mineral- und Vitalstoffe in ausreichender, ausgewogener Menge. Wasser muss dabei eine zentrale Aufgabe übernehmen: Es transportiert diese Stoffe bis hin zur einzelnen Zelle und spült gleichzeitig Ablagerungen und Stoffe aus dem Körper. Die Transportfähigkeit und nicht der hohe Mineraliengehalt eines Wassers ist also ein weiteres Kriterium für die Kaufentscheidung. Auch hier hilft der Blick aufs Etikett: Die Gesamtmineralisation sollte unter 500 Milligramm pro Liter liegen.

(3) Wasser im Naturkosthandel soll für die Säuglingsernährung geeignet sein:

Ein weiterer Wert zur Orientierung ist der Hinweis auf dem Etikett „Dieses Wasser ist für die Säuglingsernährung geeignet“. Dieser Hinweis lässt auf einen äußerst geringen Arsenwert schließen (den viele Hersteller leider nicht direkt angeben). Der Höchstwert für Arsen in natürlichen Mineralwässern beträgt wegen der schädigenden Wirkung dieses Stoffes seit 1.1.2006 europa-einheitlich 10 Mikrogramm pro Liter. Der (nicht obligatorische) so genannte Werbehinweis „Geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ (oder gleichsinnig) legt den Höchstwert von 5 Mikrogramm pro Liter fest.

Wenn ein Wasser diese drei Indikatoren erfüllt oder besser übererfüllt, dann ist es für den Handel und die Kunden eine wirklich „naturköstliche“ Wahl. Und darüber hinaus sollte man sich beim Kauf nicht vorrangig auf grenzwissenschaftliche Heil- und Wirkungsaussagen verlassen, sondern eher auf nachhaltiges, ökologisches Handeln setzen: Inzwischen gibt es einen Hersteller, der sein Wasser durch den freiwilligen Ankauf von CO2 Kompensationszertifikaten klimaneutral transportieren lässt. Und natürlich sollte darauf geachtet werden, dass das Wasser nicht durch Pumpen den Vorräten für die nächsten Generationen entnommen wurde – ein artesisches (selbstaustretendes) Wasser, dessen Zeit im Kreislauf der Natur gekommen ist, ist die bessere Wahl.“